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Wir sind unterwegs

Mariannelund

Verena hat Kopfweh seit drei Tagen. Und ich bin auch ziemlich durch. Joni schläft nachmittags drei Stunden. Morgen gehen wir zur Apotheke wegen seinem Auge. 

Also machen wir heute nix. Eine größere Runde spazieren. Nudeln mit Pesto. 

Es ist schon anstrengend immer auf Achse zu sein.

Durch den Wald

Och ja dann warten wir halt noch bis die Wäsche auch wirklich trocken ist und verlassen dann das schöne Österbymo und fahren quer durch irgendwelche Landschaft, welche hier im mittleren Smoland etwas buckliger ist als sonst. Was aber schön ist, denn überall in den Birken und Kieferbwäldern liegen dicke Steine herum. Das find ich schön.

Der erste Stopp heute, an diesem meinem Geburtstag, ist der Nationalpark Norra Kvilt, für den wir 25km fahren müssen. Joni umgeschnallt und los geht’s über Stock, Wurzel, Stein. Ein schöner Wald mit zwei Seen drin. Beim weg zurück kommt uns noch ein lustiger Inder unter der behauptet das wäre sein Park.

Dann fahren wir weiter Richtung Kathult. Ja, da wo der Michel gedreht wurde. Google Maps berechnet uns einen Weg bei dem ich in den letzten Metern schon fast die Hoffnung verliere, ob wir überhaupt noch in Schweden oder schon Norwegen rauskommen. Aber siehe da, 500m vor dem Kathult Hof Parkplatz über eine kleine Schotter Straße poltern wir daher. 

Ja, ist halt der Kathult Hof. Was will man mehr sagen. Schuppen mit den Holzfiguren, Giftshop, wilde Ferkel. Schön.

Dann fahren wir gen Mariannelund und finden einen Campingplatz unter Bäumen an einem See. Passt. 

Es gibt Burger. Cider und Gin Tonic. Und einen quirrligen Baukran namens Jonathan

Österbymo

Das absolute Programm für heute: Nix.

Mittag Essen in unserem Lokal wo wir auch eingemietet (Ist ja so ein Café, Camping, 3Hütten Ding) sind. Mittagsmenu für 9€, voll geil und ausreichend. Noch eine Nacht dranhängen, lesen, schlafen. 

Abends noch einen Abendspaziergang bei dem aus 15 Minuten dann doch 2,5 Stunden wurden. Quer durch den schönen Wald, runter in den Ort und noch zum Coop das Nötigste einkaufen.

Joni ist schon ein wenig quengelig und hat jetzt rote Socken von der Terrasse Farbe.

Ach und Amazon Prime hat jetzt ne Bücher/Comic Flat inkludiert. Und mein Datenvolumen ist schon wieder auuuuus. Dafür hab ich schon die Akai MPC Live reservieren lassen. 

Der Jonathan aus der Spiegeldimension hat auch immer gute Laune und macht auch grad Urlaub in Schweden.

Von Lagnö zum Roxen

Es ist anfangs etwas bewölkt und so beschließen wir doch keine 4te Nacht zu bleiben, auch wenn wir fast für 4 Nächte gezahlt hätten (diese jungen Rezeptionistinnen) und lieber doch eine Burgruine mitzunehmen.

Gesagt, umgebaut, getan. Wieder etwas Öl nachkippen damit der Juggernaut Bus gut läuft und so.

Wir fahren zurück Richtung Söderköpping und biegen kurz davor ab. Burgruine XYZ sieht von weiten wie eine Burgruine aus. Deswegen bleiben wir auch gleich bei einer süßen Kirche mit externen Kirchturm stehen. Skällviks Kyrta. Burgruine sparen wir uns. Wir schmeißen ja gerne Pläne über den Haufen.

Nächstes Ziel ist dann Söderköpping. Wir parken am Touristbüro im Schatten und Joni kriegt seinen Mittagsbrei. Touristbüro hat natürlich zu, weil es ist ja Sonntag und noch dazu Vorsaison. Was soll’s, Roaming gibt’s ja nicht mehr und so wird die Altstadt via Maps ausgekundschaftet. Die Gotakanal Schleusen gibt es hier, sieben Stück. Und eine herzige Altstadt mit ein paar feinen Häusern. Und Schwedens beste Eisdiele. Eine Eisdiele vor der 30 Leute Schlange stehen um sich einen Eisbecher, oder 20 Leute um sich eine Kugel in der Waffel zu kaufen. Das find ich sehr amüsant. Eis, Schweden, hahaha. Doof.

Wir fahren die Landstraße nach Linköpping und dann die Küste vom Roxen hoch. Der ist grob geschätzt so groß wir der Chiemsee, nur etwas länger. 

Unser Campingplatz diesesmal ist der Sandvik Camping Stjärnorp und ich werde sofort nach dem Einparken angepflaumt dass das Gras hier neu ist und ich doch bitte von der anderen Seite hätte Einparken sollen. Ein wenig spießig hier, ein bisschen Schrebergarten.

Joni spielt im Sand, die Wellen gehen schwipschwap, WLAN ist kostenlos und schnell, 10min Herdplatten kosten 3SEK (Karte aufladen, dann wird erst morgen geduscht), 50ger Sonnencreme ist drauf auf mir. 

Nach zwei Wochen einfahren ist man endlich im Kopf soweit aufgeräumt bzw entspannt dass man nicht mehr an Projekte, seis privater oder beruflicher Art denkt. 

Alle Album Titel sind notiert, Ideen vermerkt. Ich arbeite an meiner Bräune (pfffff, hahaha) und bin glücklich und zufrieden. 

Der Strand von Lagnö

Ich sag’s euch. Super Wetter. Sonnenschein. 

Wir cremen uns deftig ein, packen das Nötigste und legen uns vor an den Strand. (Sonnenbrand an den Armen hab ich schon)

Für Joni nehmen wir eine der zwei großen Ikea Boxen mit vor, befüllen sie mit Meerwasser und lassen sie ein wenig in der Sonne stehen. Da kommt er dann rein. 

Verena sieht irgendwas im Wasser, was eine Meerschlange sein soll (Verschwindet dann wieder). Ich lese im Schatten den nächsten Teil von Hexer fertig. Verena macht auf dicke Hose und geht ins Wasser was ja schon total warm ist und sicher schon 20 Grad hat. Das ist mir eindeutig zu kalt. Joni badet in der Kiste und ist super drauf. Seine Haut wird auch viel besser.

Wir kaufen Pizza Teig. Es gibt ein Blech Pizza, dazu Fanta und Heidelbeersaft, welcher auch auf meiner Hose zu finden nun ist. Verena kriegt ein Eis.

Ein super schöner Tag. Punkt.

Saint Anna und die Halbinsel drumherum

Ja, der Campingplatz ist schön, es ist wenig los, fast keiner da außer ein paar Langzeitcamper. Wir waschen die Wäsche, drei Maschinen voll, spannen unsere neu erworbene Wäscheleine, schmeißen den Rest in den Trockner. Wir bleiben 2 Nächte.

Der Platz hier hat sehr sehr schöne Hütten zu vermieten, welche den Hang hinauf gebaut sind und alle einen tollen Blick in das Schärengebiet herum haben. Sind bei 125€ die Nacht. Vielleicht ein anderes Mal.

Wir fahren die 5 Minuten bis zur Touristinfo mit dem Bus. Wir lassen Stühle, Tisch und Kinderwagen am Platz. Es ist schon immer genug Act die Rückbank für Joni umzubauen und unser ganzes Gerümpel für sie Fahrt sicher zu verstauen. Naja, jedenfalls Touristinfo. Die Öffnungszeiten werden anscheinend jeden Tag frisch ausgewürfelt, und so machen wir erst mal Brotzeit. Lecker Fisch. 

Eswird ein schöner Wanderweg beschrieben. Dort an der Tafel. Juat across the street… Ja denn finde erst Mal. Nach längerer Sucherei entdecken wir ihn 250m aufwärts across the street. Leider etwas kurz. Schade. 

Danach fahren wir kurzerhand die Insel auf der Suche nach Wanderwegen ab. Da muss doch was zu finden sein. …… Nein.

Wir kochen leckere Falafeln und fallen ins Bett.

Västerfik und der hinterhältige Regen

Zwei Nächte auf dem riesen Campingplatz in Västerfik. Das ist wirklich nicht schlecht hier. Für Kinder ist ordentlich etwas geboten und ein Schwimmbad haben sie auch. Die Wolken ziehen umher und wir beschließen die vom Platz aus erreichbaren Schäreninseln zu besuchen, welche mit kleinen Brücken verbunden sind. Joni ungebunden und Verena flink vorraus. Auf der letzten Insel angekommen hat uns auch die dicksten aller Regenwolken endlich eingeholt. Alle Versuche sich irgendwo unter den Kiefern unterzustellen scheitern und ich habe ein stark eingeschränktes Reisetempo dank dem kleinen Reisebegleiter. Also hilfts nichts und der Platzregen erwischt uns drei auf dem Rückweg voll. Im Bus angekommen wechseln wir schnell die Kleidung und ungelogene 10min strahlt die Sonne wieder.

Wir sitzen hinter dem Bus in der Sonne, sammeln Zecken (ich führe mit 3 Stück) und kochen dann noch Nudeln mit Championsoße. Abends drehen wir noch eine Runde im Zeltplatz. Schöne Hütten haben sie hier, aber auch gut dass wir morgen abreisen denn es bahnt sich schlimmes an: ein Festival mit „so richtig ehrlicher Rockmusik“ pfui…

Am nächsten Tag packen wir zusammen und fahren in die Altstadt von Västerfik. Kleine Straßen, alte Häuser, ein nettes Städtchen mit 6000 Einwohner. Wir kaufen für mich neue Schuhe (denn ich werde die alte alte Tradition des „am Urlaubsort alte Schuhe stehen lassen“ beibehalten), Verena ein schönes Kleid, Joni kriegt ein neues Essensschälchen. Wir gehen mittags essen bei Restaurant Aunt Green was echt lecker war. Die Salate sind gut gemischt mit Chicken oder Shrimps dazu Maracuja und Nudeln und Melone. Geil. 

Weniger geil ist dass mir beim Aufheben von Joni der Blitz ins Kreuz gefahren ist und ich wieder fein Rückenschmerzen hab. Gleich Mal eine Paracetamol genommen, weil auf den Scheiß hab ich jetzt echt keinen Bock.

Wir fahren weiter gen Norden. 25km nach Gamleby, Platz in erster Reihe am Wasser und es ist jetzt 22:15 und es ist hell wie am Nachmittag. 

Von Järnavik nach Västerfik

Jetzt aber schnell alles eingepackt und los geht die wilde Reise. 

Getrieben von schwarzen dicken Regenwolken lassen wir die erste Sehenswürdigkeit auf der Strecke aus und fahren durch schweren Regen zur zweiten. Das wäre das Gräberfeld Hjortahammer, auf dem wie mir beim einbiegen zum Parkplatz auffällt, wir schon mal waren. Da der Ort ziemlich schön ist bleiben wir auf einen Kaffee hier und flüchten dann vor noch dickeren Wolken.

Durch Karlskrona hindurch, hoch nach Kalmar und mit letzter Kraft einkaufen durch den ICA und zum Campingplatz nach Västerfik. Eine riesen Anlage hier mit wohl über 1000 Plätzen. Aber, trotzdem schön, obwohl wir da ja immer sehr kritisch sind.

Vier Stunden Fahrt und 200km geschafft. Das kennt man von einem normalen Auto nicht. Dazu kommt starker Regen und Seitenwind der mir die komplette Konzentration auffrisst. Dafür gibt’s nen Schokoriegel extra.

Järnavik und Insel


Och ja, Järnavik. 

Wir verfahren uns natürlich bei der kurzen Strecke nach Bräkne-Hoby als wir zum ICA einkaufen fahren. Wir kaufen uns a Brotzeit und es steht wieder Fleisch auf dem Speiseplan (HdR, Teil2).

Wir machen den schönen kurzen Wanderweg der gleich ums Eck ist, erschlagen ein paar Mücken, essen in der Sonne.

Wir lernen Amelie kennen. A nettes Mädl aus München, 20 Jahre alt, spricht wie Katrin.Wir laden sie zum Essen ein weil a) nett b) schwedische Fleischportionen sehr groß sind. Hähnchen mit Ofenkartoffel. 

Am nächsten Tag machen wir die lustige Fährfahrt rüber zur Insel Tjärö. So was kostet 8€, dauert 15min, ist eine kleine alte Fähre und man weiß danach das der Sohn Schifffahren nicht so gern mag. Drüben angekommen führt uns Verena „In die Wildnis“ (HdR, Teil1) und dann noch über die untere Halbinsel. Der Wind geht, die Sonne scheint, da ist unser beider Sonnenbrand schon vorprogrammiert. Joni bleibt verschont.

Ein schönes Café haben sie da drüben auch nur das mit dem gemütlich Kaffee trinken verplanen wir etwas. Dann treffen wir zufällig auch noch Amelie (laden 600 Tracks bei Spotify durchs freie WLAN) und fahren wieder zurück und trinken den Kaffee dann in der „Da war ich mit Ines schon mal“ Jugendherberge.

Morgen geht’s weiter. War aber wieder ein toller Campingplatz.