Von Lagnö zum Roxen

Es ist anfangs etwas bewölkt und so beschließen wir doch keine 4te Nacht zu bleiben, auch wenn wir fast für 4 Nächte gezahlt hätten (diese jungen Rezeptionistinnen) und lieber doch eine Burgruine mitzunehmen.

Gesagt, umgebaut, getan. Wieder etwas Öl nachkippen damit der Juggernaut Bus gut läuft und so.

Wir fahren zurück Richtung Söderköpping und biegen kurz davor ab. Burgruine XYZ sieht von weiten wie eine Burgruine aus. Deswegen bleiben wir auch gleich bei einer süßen Kirche mit externen Kirchturm stehen. Skällviks Kyrta. Burgruine sparen wir uns. Wir schmeißen ja gerne Pläne über den Haufen.

Nächstes Ziel ist dann Söderköpping. Wir parken am Touristbüro im Schatten und Joni kriegt seinen Mittagsbrei. Touristbüro hat natürlich zu, weil es ist ja Sonntag und noch dazu Vorsaison. Was soll’s, Roaming gibt’s ja nicht mehr und so wird die Altstadt via Maps ausgekundschaftet. Die Gotakanal Schleusen gibt es hier, sieben Stück. Und eine herzige Altstadt mit ein paar feinen Häusern. Und Schwedens beste Eisdiele. Eine Eisdiele vor der 30 Leute Schlange stehen um sich einen Eisbecher, oder 20 Leute um sich eine Kugel in der Waffel zu kaufen. Das find ich sehr amüsant. Eis, Schweden, hahaha. Doof.

Wir fahren die Landstraße nach Linköpping und dann die Küste vom Roxen hoch. Der ist grob geschätzt so groß wir der Chiemsee, nur etwas länger. 

Unser Campingplatz diesesmal ist der Sandvik Camping Stjärnorp und ich werde sofort nach dem Einparken angepflaumt dass das Gras hier neu ist und ich doch bitte von der anderen Seite hätte Einparken sollen. Ein wenig spießig hier, ein bisschen Schrebergarten.

Joni spielt im Sand, die Wellen gehen schwipschwap, WLAN ist kostenlos und schnell, 10min Herdplatten kosten 3SEK (Karte aufladen, dann wird erst morgen geduscht), 50ger Sonnencreme ist drauf auf mir. 

Nach zwei Wochen einfahren ist man endlich im Kopf soweit aufgeräumt bzw entspannt dass man nicht mehr an Projekte, seis privater oder beruflicher Art denkt. 

Alle Album Titel sind notiert, Ideen vermerkt. Ich arbeite an meiner Bräune (pfffff, hahaha) und bin glücklich und zufrieden.