Saint Anna und die Halbinsel drumherum

Ja, der Campingplatz ist schön, es ist wenig los, fast keiner da außer ein paar Langzeitcamper. Wir waschen die Wäsche, drei Maschinen voll, spannen unsere neu erworbene Wäscheleine, schmeißen den Rest in den Trockner. Wir bleiben 2 Nächte.

Der Platz hier hat sehr sehr schöne Hütten zu vermieten, welche den Hang hinauf gebaut sind und alle einen tollen Blick in das Schärengebiet herum haben. Sind bei 125€ die Nacht. Vielleicht ein anderes Mal.

Wir fahren die 5 Minuten bis zur Touristinfo mit dem Bus. Wir lassen Stühle, Tisch und Kinderwagen am Platz. Es ist schon immer genug Act die Rückbank für Joni umzubauen und unser ganzes Gerümpel für sie Fahrt sicher zu verstauen. Naja, jedenfalls Touristinfo. Die Öffnungszeiten werden anscheinend jeden Tag frisch ausgewürfelt, und so machen wir erst mal Brotzeit. Lecker Fisch. 

Eswird ein schöner Wanderweg beschrieben. Dort an der Tafel. Juat across the street… Ja denn finde erst Mal. Nach längerer Sucherei entdecken wir ihn 250m aufwärts across the street. Leider etwas kurz. Schade. 

Danach fahren wir kurzerhand die Insel auf der Suche nach Wanderwegen ab. Da muss doch was zu finden sein. …… Nein.

Wir kochen leckere Falafeln und fallen ins Bett.

Elchsichtung

Etwa 200m vor uns läuft auf der Hauptstraße um 10 Uhr vormittags ein schwarzer Schatten über die Fahrbahn. Eine Elchkuh.

Wir halten noch schnell an aber sie verschwindet im Wald. Huiuiuiui.

Schären bei Sankt Anna

Wir fahren weiter in den Norden. Ungefähr 70km von Gamleby gehts kurz vor Söderköpping rechts rein auf die SchärenHalbinsel auf der nach 25km Sankt Anna liegt. Das ist eine größere Kirche, umgeben von 6 Häusern und sonst nix. Also blöd wenn man keinen Proviant mehr dabei hat. Wie irgendwelche Touristen aus Trostberg. Also zurück nach Söderköpping, zu unserem geliebten ICA und einkaufen für drei Tage.

Zurück auf der Halbinsel nisten wir uns bei einem feinen Platz Skärgårdsbyn S:t Anna an der Küste ein. Traumhafte Lage.

Wir in Gamleby

Wir bleiben eine Nacht in Gamleby. Trinken Bier und Cola. Und warten bis es dunkel wird, was es eigentlich nicht wird. Deswegen bleiben wir lange wach und lesen. Schöne Aussicht. Nette Nachbarn. 

Fahrtplanänderungen

Wir fahren nun doch nicht nach Vimmerby. Weil das Pippi Land würde uns nach neuesten Informationen pro Nase 45€ kosten und wir glauben zwar dass das ganz nett wäre, aber wohl erst wenn Jona kapiert was eine Pippi ist und was Karlson wirklich auf dem Dach macht. 

Wir fahren jetzt Mal weiter die Küste hoch. Richtung Söderköpping.

Västerfik und der hinterhältige Regen

Zwei Nächte auf dem riesen Campingplatz in Västerfik. Das ist wirklich nicht schlecht hier. Für Kinder ist ordentlich etwas geboten und ein Schwimmbad haben sie auch. Die Wolken ziehen umher und wir beschließen die vom Platz aus erreichbaren Schäreninseln zu besuchen, welche mit kleinen Brücken verbunden sind. Joni ungebunden und Verena flink vorraus. Auf der letzten Insel angekommen hat uns auch die dicksten aller Regenwolken endlich eingeholt. Alle Versuche sich irgendwo unter den Kiefern unterzustellen scheitern und ich habe ein stark eingeschränktes Reisetempo dank dem kleinen Reisebegleiter. Also hilfts nichts und der Platzregen erwischt uns drei auf dem Rückweg voll. Im Bus angekommen wechseln wir schnell die Kleidung und ungelogene 10min strahlt die Sonne wieder.

Wir sitzen hinter dem Bus in der Sonne, sammeln Zecken (ich führe mit 3 Stück) und kochen dann noch Nudeln mit Championsoße. Abends drehen wir noch eine Runde im Zeltplatz. Schöne Hütten haben sie hier, aber auch gut dass wir morgen abreisen denn es bahnt sich schlimmes an: ein Festival mit „so richtig ehrlicher Rockmusik“ pfui…

Am nächsten Tag packen wir zusammen und fahren in die Altstadt von Västerfik. Kleine Straßen, alte Häuser, ein nettes Städtchen mit 6000 Einwohner. Wir kaufen für mich neue Schuhe (denn ich werde die alte alte Tradition des „am Urlaubsort alte Schuhe stehen lassen“ beibehalten), Verena ein schönes Kleid, Joni kriegt ein neues Essensschälchen. Wir gehen mittags essen bei Restaurant Aunt Green was echt lecker war. Die Salate sind gut gemischt mit Chicken oder Shrimps dazu Maracuja und Nudeln und Melone. Geil. 

Weniger geil ist dass mir beim Aufheben von Joni der Blitz ins Kreuz gefahren ist und ich wieder fein Rückenschmerzen hab. Gleich Mal eine Paracetamol genommen, weil auf den Scheiß hab ich jetzt echt keinen Bock.

Wir fahren weiter gen Norden. 25km nach Gamleby, Platz in erster Reihe am Wasser und es ist jetzt 22:15 und es ist hell wie am Nachmittag. 

Von Järnavik nach Västerfik

Jetzt aber schnell alles eingepackt und los geht die wilde Reise. 

Getrieben von schwarzen dicken Regenwolken lassen wir die erste Sehenswürdigkeit auf der Strecke aus und fahren durch schweren Regen zur zweiten. Das wäre das Gräberfeld Hjortahammer, auf dem wie mir beim einbiegen zum Parkplatz auffällt, wir schon mal waren. Da der Ort ziemlich schön ist bleiben wir auf einen Kaffee hier und flüchten dann vor noch dickeren Wolken.

Durch Karlskrona hindurch, hoch nach Kalmar und mit letzter Kraft einkaufen durch den ICA und zum Campingplatz nach Västerfik. Eine riesen Anlage hier mit wohl über 1000 Plätzen. Aber, trotzdem schön, obwohl wir da ja immer sehr kritisch sind.

Vier Stunden Fahrt und 200km geschafft. Das kennt man von einem normalen Auto nicht. Dazu kommt starker Regen und Seitenwind der mir die komplette Konzentration auffrisst. Dafür gibt’s nen Schokoriegel extra.

Järnavik und Insel


Och ja, Järnavik. 

Wir verfahren uns natürlich bei der kurzen Strecke nach Bräkne-Hoby als wir zum ICA einkaufen fahren. Wir kaufen uns a Brotzeit und es steht wieder Fleisch auf dem Speiseplan (HdR, Teil2).

Wir machen den schönen kurzen Wanderweg der gleich ums Eck ist, erschlagen ein paar Mücken, essen in der Sonne.

Wir lernen Amelie kennen. A nettes Mädl aus München, 20 Jahre alt, spricht wie Katrin.Wir laden sie zum Essen ein weil a) nett b) schwedische Fleischportionen sehr groß sind. Hähnchen mit Ofenkartoffel. 

Am nächsten Tag machen wir die lustige Fährfahrt rüber zur Insel Tjärö. So was kostet 8€, dauert 15min, ist eine kleine alte Fähre und man weiß danach das der Sohn Schifffahren nicht so gern mag. Drüben angekommen führt uns Verena „In die Wildnis“ (HdR, Teil1) und dann noch über die untere Halbinsel. Der Wind geht, die Sonne scheint, da ist unser beider Sonnenbrand schon vorprogrammiert. Joni bleibt verschont.

Ein schönes Café haben sie da drüben auch nur das mit dem gemütlich Kaffee trinken verplanen wir etwas. Dann treffen wir zufällig auch noch Amelie (laden 600 Tracks bei Spotify durchs freie WLAN) und fahren wieder zurück und trinken den Kaffee dann in der „Da war ich mit Ines schon mal“ Jugendherberge.

Morgen geht’s weiter. War aber wieder ein toller Campingplatz. 

Weiter nach Järnavig

Wir verlassen den schönen Långasjönäs See um 12 Uhr und brechen eine unglaubliche Strecke von 15 Kilometer eiskalt runter. Wir, die krassen Hundling. 

Wir kommen in eine „Da war ich schonmal mit Ines“ Gegend und Verena hat schon einen schönen Campingplatz in Järnavig ausgesucht und …. Moooooohment hier waren wir doch auch schonmal. Genau der gleiche Campingplatz. Das war doch der mit den Fröschen und den wilden Hasen. Ha, das war nicht geplant aber ist ein schöner Zufall. Wir nehmen der Nostalgie wegen den gleichen Platz wie vor 6 Jahren. Es gibt aber keine Hasen mehr.

Wir schauen noch zum Hafen runter denn morgen wollen wir ein wenig mit der Fähre rumtuckern und dazu braucht man sie Abfahrtszeit. 

Joni verpennt es am Nachmittag zu schlafen (weil es gibt ja soviel zu schauen) und ist abends knatschig. Der alte Baukran.

Wir haben Strom und laden alle Akkus auf. 

Eigentlich wäre der Bus mit einer handvoll USB Steckdosen die Solar gespeist werden ausreichend für so a Fahrt.