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Namensfest von Jonathan

Gestern hatten wir unser lang geplantes Namensfest unseres Sohnes Jonathan Yngve.
Als Ort des Geschehens haben wir uns einen nahe gelegenen See ausgewählt den wir besonders gerne mögen. Ein kleiner idyllisch gelegenen Waldsee mit Stegen die man nach einem ca 10 Minuten Fussmarsch erreicht.
Geladen war nur die engste Familie und mit uns drei waren wir also zu 13t.
Vorbereitung
  • Punsch und Glühwein, Tassen
  • Brötchen mit Käse und leckerem Lachs-Aufstrich
  • Laternen mit Stabfeuerzeugen. Selbstgebastelt und mit Bäumen bemalt.
  • Eine kleine Rede
  • Warme Kleidung, weil Dezember
  • Kerze mit Kerzenfarbklebedinger. Ja, sagen wir eine Taufkerze

Also begonnen haben wir um 16°°, dass heißt, alle treffen sich am Parkplatz um diese Zeit uns spazieren das kurze Stück zu den Stegen gemeinsam. Uns war wichtig dass es auf irgendeine Art und Weise gegeben ist dass ein kurzes Stück miteinander gegangen werden soll.
Wir haben die 13 Laternen in einem Kreis am Strand aufgestellt und die Gäste gebeten sich ebenso rundherum zu stellen. Dann begannen wir zügig, weil es wird ja schnell dunkel im Dezember.
Erst begrüßte Verena die ganze Runde: „Endlich hammas gschaft, Wetter passt auch, Jonathan is auch da“ Warum haben wir diesen Platz ausgewählt und welchen Bezug wir direkt dazu haben.
Dann übernahm ich das Wort und fasste die letzten 16 Monate (9ter Monat Schwangerschaft und 15 Monate Joni) kurz und knapp zusammen, weil ja eh jeder der Anwesenden dabei war oder weiß wie weit unser Bub schon die Stereoanlage hochdrehen kann. Wie geht es uns mit ihm und warum kann er so gut Tanzen.
Verena stellt auch noch den „Taufpaten“ vor. Jonis Onkel Benni. Der freut sich, weil er in der Rede gelobt wird, dass er so abendteuerlustig ist. So soll Joni auch mal werden.
Dann folgte ein kurze Erklärung warum er denn so heißt wie er heißt.

 
Jonathan
Hebräischer Ursprung, biblischer männlicher Vorname, mit der Bedeutung: „Geschenk Gottes“ oder „Gott/Jahwe hat gegeben“ (Dass das so ein voll biblischer Vorname ist, war mir damals eigentlich nicht bewusst, weil dann hätte ich ihn wohl eher suspekt gefunden. Samma froh dass ich schlecht recherchierte und ihn rein vom Klang gut fand, weil jetzt würde ich ihm keinen anderen mehr geben wollen. Der passt. Und irgendwas wegen einer Möwe)
 
Yngve
ist ein skandinavischer männlicher Vorname, abgeleitet vom altnordischen Namen des Gottes Yngvi, einem Synonym für Freyr mit der Bedeutung „Herr“. Der Name kommt insbesondere in Schweden und Norwegen vor, weil da sind wir gern. Nordische Sagengeschichten sind also auch dabei, und somit etwas freakyness.
 
Nachname Aigner
was vom mittelhochdeutschen „eigenherre“ kommt. Das war in früheren Zeiten der bäuerliche Besitzer eines Hofes, über den er frei verfügen. Also nochmal ein Herr.

Wörtlich übersetzt ist also “ Jonathan Yngve Aigner “ der von Gott gegebene Gott.
Und wenn man die Religion mal beiseite lässt, weswegen wir ja dort am Strand standen und nicht an einem christlichen Taufbecken, könnte man sagen der vom Herr gegebene Herr. Also sein eigener Herr. Der eigene Herr Aigner. Einen freien Geist, der der Herr über sich selbst ist. So war das erdacht.
Natürlich gabs auch passende Musik.
Nachdem wir das geklärt hatten ist es Zeit dem kleinen Mann, der inzwischen eine Breze braucht etwas zu Wünschen. Langsam kapiert er auch dass es sich hier bei dieser Zeremonie um ihn dreht.
Jeder unserer Gäste hat sich etwas überlegt was er Joni wünscht. Wunsch ausgesprochen und Kerze angezündet. So füllt sich langsam die einbrechende Winterdunkelheit mit Laternenlicht.
Alle Wünsche kommen später noch in ein kleines Album, wo jeder Gast eine eigene Seite mit Bild bekommt.
Was wünscht man seinem Jungen? Alles? Alles und mehr? Das kann man als Vater doch eh nicht eingrenzen. Also hab ich ihm nach alter Sternenfahrer Tradition ein „Lebe lang und in Frieden“ gewunschen. Und dann wie wir am Steg zu zweit alleine mit unserer Laterne waren, nochmal ein wirklich ausgesprochenes „Jonathan, ich wünsche dir ein langes, erfolgreiches Leben in Frieden, voller Kreativität und Freude, mit besten Freunden und guter Musik“ Da muss ich jetzt weinen, wenn ich das schreib.
Herzlich Willkommen Jonathan. 
Jetzt gibts Häppchen und etwas Warmes zu Trinken.
Wir verweilen noch eine halbe Stunde und machen uns dann auf ins Wirtshaus, wo es die Geschenke gibt und die Taufkerze noch allen kreativen Familienmitglieder beklebt werden darf.
Das war Jonis Namensfest.
Endlich Heide.
Juhu.